Für einige der Zwei- und Vierbeiner war die Übung eine ungewohnte Situation, die aber alle hervorragend meisterten

Hundestaffel im Aufbau

Während andere am neuen Feiertag in Niedersachsen ausschlafen konnten, waren die Wasserretter der DLRG freiwillig früh auf den Beinen, um den freien Tag für eine Übung des Wasserrettungszugs im Bezirk Nienburg zu nutzen.

Treffpunkt für den OV Rehburg-Loccum war die Fahrzeughalle in Rehburg. Von hier aus ging es im Verband zur Festwiese in Nienburg, um sich mit den Teilnehmern aus Nienburg und Uchte zu treffen. Wenig später stießen auch einige Vertreter der Politik dazu, die eingeladen worden waren, um sich ein Bild von den Einsatzmöglichkeiten und Fähigkeiten der DLRG zu machen.

Zugeinsatzführer Marc Jaschke stellte zunächst einmal die Einsatzfahrzeuge im einzelnen vor und wusste viele Details über das recht stolze Alter einiger Fahrzeuge und die oft abenteuerliche Geschichte ihrer Beschaffung zu berichten. Selbst für die Mitglieder des Ausschusses für Brand- und Rettungsdienst gab es hier etliche neue Informationen.

Im Anschluss ging es weiter zur Marina Mehlbergen. Hier fanden die Einsatzkräfte folgendes Szenario vor: ein verlassenes Auto, in dem sich vier Personen befunden haben sollten, die nach einer Familienstreitigkeit vermisst wurden.

Zur Vorbereitung waren im Hafenbecken am Vorabend zwei Übungspuppen versenkt worden, die zwei der Vermissten darstellen sollten. Zwei weitere Personen befanden sich mutmaßlich hilflos in der näheren Umgebung an Land.

Um die Personen im Wasser zu finden, gingen Einsatztaucher vom Ufer und von den Booten aus auf die Suche. Auf den Booten konnten auch die eingeladenen Politiker mitfahren und den Einsatz der beiden im vergangenen Jahr beschafften Sonargeräte verfolgen, mit deren Hilfe die Puppen zügig am Grund ausgemacht werden. Einsatztaucher brachten beide wieder an die Oberfläche.

Parallel testeten die Einsatzkräfte auch die Sucher per Drohnen. Mit den zwei privaten Geräten eines Ehrenamtlichen aus der OG Nienburg wurde der Frage nachgegangen, ob sich diese Technik auch für den lokalen Wasserrettungseinsatz eignet. Im flachen Suchgewässer der Marina konnte eine der zwei Puppen noch deutlich vor dem Sonar von den Bedienern der Drohne lokalisiert werden.

Für die Suche an Land waren zeitgleich erstmalig Vierbeiner im Einsatz. Der OV Rehburg-Loccum baut aktuell eine Rettungshundestaffel auf. Die Hunde sind auf Mantrailing trainiert, also auf das Aufspüren einer bestimmten Person, deren Geruch sie vorher aufnehmen können, in diesem Fall am Sitz des verlassenen Autos. Alle Hunde konnten die Zielpersonen auffinden.
Mittags gab es dann für alle an der Übung beteiligten Zweibeiner Erbsensuppe zum Aufwärmen.